Reportage vom Defilee 1963 in Dübendorf

Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges vor 50 Jahren marschierten 35 000 Soldaten in Dübendorf auf. Lesen Sie die Reportage in der Tageswoche vom 26.09.2013:
Umso mehr verstärkte sich im Laufe des Defilees der Eindruck, dass der unermessliche Strom an Soldaten mit ihrem stampfenden Gleichschritt, die endlose Kolonne von Lastwagen, von Panzern und Kanonen nie mehr abreis­sen könne. Kampfflugzeuge heulten in fadengerade ausgerichteten Formationen über uns hinweg, über einhundert Düsenmaschinen der Typen Vampire, Venom und Hunter – Namen, die jeder Bub kannte. Die Schweiz war ein waffenstarrender Zwerg. Er zeigte sich an jenem Tag im Oktober 1963. Der ­Boden neben der 40 Meter breiten Landepiste bebte, als die veralteten Jagdpanzer G 13, die schnellen französischen AMX und die 50 Tonnen schweren Centurion-Panzer aus England in Viererkolonne vorbeikarrten. Die Soldaten der Infanterie marschierten in Zwölferkolonnen, 118 Schritte pro Minute und auf Höhe der Ehrentribüne mit dem Blick nach: rechts!
Das Schweizer Fernsehen übertrug das Defilee stundenlang live mit einem bis anhin nicht gekannten Aufwand von drei Kamera-Equipen. Fast eine Million Menschen verfolgte den Aufmarsch an einem der rund 400 000 Schwarzweiss-Geräten im Land. Die «Neue Zürcher Zeitung» gestand dem Studio Bellerive «eine vorzügliche Leistung» zu. Der Kommentar sei im Gegensatz zum Korps-Defilee in Payerne von 1959 «ausgezeichnet» und von «überlegener Kenntnis» gewesen.

Hier eine Radioreportage von und mit Kurt Felix:

Film Wehrhafte Schweiz - Expo 1964

Für die Expo 1964 wurde ein actionreicher Armeefilm mit einem Budget von über CHF 1 Mio. produziert. Titel «Wehrhafte Schweiz».
Gezeigt wird alles, was die Schweizer Armee damals hatte: Hunter, Vampire/Venom, Panzer Centurion und Universal Carrier, Geschütze, Häuserkampf, Sprengungen, diverse Saurer M8 und 4MH usw.

In der Einstein-Sendung vom 17.04.2014 wurde ein Beitrag gezeigt, der über die fachgerechte (Farb-)Restaurierung berichtet


Propagandafilm – ein alter Armeestreifen wird restauriert

Der offizielle Film für die Expo 1964 war Action pur: Die Macher zeigten eine schlagkräftige, gefährliche Schweizer Truppe. Doch die martialische Inszenierung und die Wahl einer ausländischen Filmcrew sorgten für einen Skandal. «Einstein» blickt zurück auf die Zeit des kalten Krieges und zeigt, wie der Propagandafilm jetzt aufwendig restauriert wird.
Der Streifen «Wehrhafte Schweiz» wurde an der Landesausstellung Expo 64 gezeigt und war ein Publikumsmagnet. Er zeigte in martialischer Manier eine schlagkräftige, gefährliche Schweizer Armee. Die inszenierte Abwehrschlacht erhielt eine Oscar-Nominierung. Zuhause löste der Film einen Skandal aus.
Die unrestaurierte Fassung des Filmes ist beim Zentrum Elektronische Medien bzw. Mediathek bestellbar. Der Film «Wehrhafte Schweiz» wurde aufwendig restauriert und wird am 12. und 13. September 2014 auf dem Bundesplatz in Bern anlässlich 50 Jahre Expo 1964 wieder aufgeführt.






Trailer Corowa 2013

Hier ein kurzer Trailer vom Australischen Event «Corowa Swim-in 2013 - Year of the Trailed Vehicle and Armour»

Fliegende Festungen über Graubünden

Auf dem Rückweg von ihren Einsätzen in Deutschland stürzten im Zweiten Weltkrieg zehn amerikanische Bomber über dem Kanton Graubünden ab. Die zum Teil bis heute herumliegenden Trümmerteile sind stille Zeugen von bewegenden Schicksalen. Ein sehr interessanter Zeitungsartikel bei der Thurgauer Zeitung.

Im Shop des Festungsmuseums Crestawald gibt es einige Bücher über das Thema "B17 Flying Fortress" in der Schweiz.

«Fliegende Festungen» über Graubünden - Neutralitätsverletzung oder Land der Rettung

Werner Roth-Bianchi beschreibt prägnant und interessant die 10 Abstürze und die Notlandung von amerikanischen Bombern und Jagdflugzeugen im Kanton Graubünden. Auch die Bombeneinschläge auf Graubündner Gebiet werden beschrieben und illustriert. Ebenso werden die technischen Daten der wichtigsten US-Kampfflugzeuge dargestellt. Die Schrift gibt einen interessanten, zusammenfassenden und illustrierten Ueberblick über dieses in Vergessenheit geratene Kapitel der Zweitweltkriegsgeschichte im Kanton Graubünden.

Jump Boys Jump

Fredy Peter schildert und dokumentiert die Abstürze amerikanischer Bomber während des 2. Weltkrieges in Graubünden. Die Bombenabwürfe auf Bündner Gebiet werden beschrieben sowie das Schicksal der internierten amerikanischen Bomberbesatzungen beleuchtet. Weiter sind die damals im Einsatz stehenden Militärflugzeuge dokumentiert. Eine vielseitige, interessante und umfassende Beschreibung in gutem, leicht verständlichem Englisch. Reich illustriert, 304 Seiten.

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